Das Ziel der Landesregierung ist klar: Wir investieren in Straßen, Brücken, Schienen
und Radwege.
Eine vernünftige Infrastruktur ist die Grundlage für die lokale und überörtliche
Wirtschaft, Erreichbarkeit ist ein wichtiges Kriterium für den Wirtschaftsstandort
Schleswig-Holstein.
Und unser politisches Handeln lässt sich auch in Zahlen ablesen:
550 Millionen Euro, also rund 43 Prozent, der Sondermittel aus Berlin fließen
zusätzlich in den Bereich Verkehrsinfrastruktur:
200 Millionen Euro in die Sanierung von Landesstraßen,
200 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur,
140 Millionen Euro in die Sanierung der Häfen,
10 Millionen Euro in die Radwege.
Das hat es in dieser Form noch nie gegeben in Schleswig-Holstein und es ist der
feste Wille der Koalition, dieses Infrastrukturprogramm zum Erfolg zu führen.
Der Bedarf beim Straßenbau ist groß, keine Frage. Und der Bericht zum Zustand der
Landesstraßen hat neben den Erfolgen auch den Investitionsbedarf bei den
Landesstraßen unterstrichen. Aber das politisch-mögliche ist nicht immer dem
politisch-wünschenswerten deckungsgleich. Und bevor die Opposition gleich wieder
von Scheitern spricht, konzentrieren wir uns Schritt für Schritt um die Verbesserung
der Straßen im Land.
Und dazu gehören selbstverständlich auch die Brücken. Das hat Minister Madsen
bereits angekündigt. Die Strategie wird erarbeitet sie wissen das und wir werden
sie noch in dieser Wahlperiode vorlegen. Dabei dürfte uns allen klar sein, dass mit der
Sanierung der Brücken in Schleswig-Holstein eine große Aufgabe bevorsteht:
Bis 2030 müssen 19 Brücken komplett ersetzt werden. Allein das kostet nach
bisherigen Einschätzungen circa 63 Millionen Euro. Viele Brücken stammen aus den
1960er und 1970er Jahre und erreichen somit das Ende ihrer Lebensdauer.
Sperrungen müssen dabei unbedingt vermieden werden. Sie bedeuten lange
Umleitungen und häufig auch neue Schäden an Straßen, die nicht für den
Umleitungsverkehr ausgelegt sind.
Angesichts der Haushaltslage kommt die Politik aber nicht umhin, in kommenden
Haushalten stärker als bisher zu priorisieren, um den Sanierungsaufgaben im
Straßenbau gerecht zu werden. Dafür setzen wir uns ein. Auf Grundlage des Berichts,
den wir wie gesagt bald erhalten.

Empfehlen Sie uns!